Nachdenkliches

Hinter dem Vorhang

(Teil einer Serie zur Einsamkeit) Wo wir so zerbrechlich sind, dass eine kleine Berührung bereits unsere ganze Existenz erschüttert. Wo wir uns tot stellen, um am unvermeidlichen Schmerz des Lebens nicht teilhaben zu müssen. Wo wir vergessen haben, wer wir sind und wo wir uns sicher wähnen, solange sich nichts rührt. Wo unsere Erstarrung das… Weiterlesen Hinter dem Vorhang

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Sentimentales

Tell me, beautiful abyss,…

Was ist nur mit dir geschehen? Narben sind dein kalter Panzer. Eisig flehend, stolze Schwäche, Stürz mich in dein Nirgendwo! Was ist es, das mich verleitet, Warum lieg ich wach in dir? Wer vermag es auszusprechen, Dich zu bannen, Heimatlose? Spindeldürr, doch mutig, zart, Streckst du deine leisen Fühler - Stirbst erneut und bleibst verkannt.… Weiterlesen Tell me, beautiful abyss,…

Vergangenes

Als ihre Schwäche die meine wurde

Ich war 18 Jahre alt, als ich einen der eindrücklichsten Momente meines Lebens hatte. Äußerste Verzweiflung, eine innere Kälte die den Körper abschaltet, Todessehnsucht, Gleichgültigkeit und rasende Wut - ich hatte bereits eine breite Palette negativer Gefühlslagen durchlebt. Niemals Hass. Hass ist mir noch heute fremd, zumindest wenn es darum geht, jemand Konkretes zu hassen.… Weiterlesen Als ihre Schwäche die meine wurde

Nachdenkliches

All those good intentions

Es liegt in seiner Natur: Der traurige Clown zieht Freude aus dem Glück der Anderen. Er ist stets bemüht, es zu vermehren. Sein ganzes Wollen verdichtet sich im Lachen, dass er erzeugen kann, im Fortschritt seiner Liebsten, darin, dass ihr geplagtes Dasein eine gute Wendung nimmt. "Stets bemüht" -  der Tonfall eines Arbeitszeugnisses ist entlarvend.… Weiterlesen All those good intentions

Log

Batteries low or: A new lesson in misanthropy

Zwischendurch auch mal auseinanderfallen - mal zusammenbrechen: das wäre schön! Mein Fall ist in Zeitlupe, permanent, konstant, aber so langsam, dass es niemand mitbekommt. Damit es niemand mitbekommt. Für den Betrachter stehe ich still - und fest. Ihr dürft zusammenbrechen, dürft umfallen. An mir kannst du dich anlehnen. Meine Arme sind offen. Komm zu mir… Weiterlesen Batteries low or: A new lesson in misanthropy

alte Gedichte

Mut der Verzweiflung

An anderer Stelle habe ich etwas Melancholie aufgeschnappt und möchte das gerne kanalisieren. Die Illustration ist von einem alten Freund, der gerne während unserer langen Cafégespräche in meinem Notizbuch gekritzelt hat. Ein Schatten zieht durch stiller Gassen Enge Und trotzt des Mondes schaurig-mildem Glanz. Er meidet sich, doch ist es ihm, als dränge Ein böser… Weiterlesen Mut der Verzweiflung

Vergangenes

Ein Abschied

Es muss das Jahr 2004 gewesen sein, als ich mich endgültig verabschiedete: Meine Tagebücher, die ich in den letzten vier Jahren geschrieben hatte, all die Notizen, Gedankenfetzen, das pathetische Unglück, die Verzweiflung - ich packte alles in einen Stoffbeutel. Nun in Münster, meiner neuen Heimat, wo es mir so gut ging, wo mich das Leben… Weiterlesen Ein Abschied

Archiv

Logbuch 18.05.2016

ursprünglich veröffentlicht am 18.05.2016 18. Mai 2016 - Mittwoch: Nach weniger als vier Stunden Schlaf um 09:30h aufgewacht. Eine Stunde später aufgestanden. Kaffee und Zigaretten, Blogs, Nachrichten, Social Media. Glückliche Neuigkeiten von Azur. Ich freue mich sehr, weine ein wenig, weil es schön für sie ist. Erleichterung. Streiche später feierlich den Entwurf eines Notfallplans für… Weiterlesen Logbuch 18.05.2016

Archiv

Notizen aus der Dunkelheit

ursprünglich veröffentlicht am 26.01.2017 Die Vergangenheit ist bedeutungslos. Und man könnte sie hinter sich lassen, wenn sie nur nicht immer wiederkehren würde. Ich schlafe, ich wache auf - bin immer noch der selbe. Ich sterbe, ich lebe - mein Schatten holt mich ein. Die Erinnerungen sind so lebendig. Dann werden sie gelebte Erfahrung. Ich bin wieder… Weiterlesen Notizen aus der Dunkelheit