Sentimentales

Lange Nächte

Manchmal - manchmal weine ich vor dem Einschlafen. Meist bin ich dabei alleine - beim Einschlafen. Beim Erwachen auch, beim Kaffee, wenn ich zur Tür rausgehe und wenn ich zurückkehre. Ich kann das schon ganz gut. Also das In-Bewegung-bleiben. Etwa so, wie ich mir gut die Schuhe zu binden weiß: Eine alltägliche Angelegenheit, fact of… Weiterlesen Lange Nächte

Log

Notizen aus der Dunkelheit

Die Vergangenheit ist bedeutungslos. Und man könnte sie hinter sich lassen, wenn sie nur nicht immer wiederkehren würde. Ich schlafe, ich wache auf - bin immer noch der selbe. Ich sterbe, ich lebe - mein Schatten holt mich ein. Die Erinnerungen sind so lebendig. Dann werden sie gelebte Erfahrung. Ich bin wieder alleine. Die Muter verschwindet… Weiterlesen Notizen aus der Dunkelheit

Nachdenkliches

Hinter dem Vorhang

(Teil einer Serie zur Einsamkeit) Wo wir so zerbrechlich sind, dass eine kleine Berührung bereits unsere ganze Existenz erschüttert. Wo wir uns tot stellen, um am unvermeidlichen Schmerz des Lebens nicht teilhaben zu müssen. Wo wir vergessen haben, wer wir sind und wo wir uns sicher wähnen, solange sich nichts rührt. Wo unsere Erstarrung das… Weiterlesen Hinter dem Vorhang

Nachdenkliches

Megalomania

(Beginn einer Serie zur Einsamkeit) Ich sehe euch an Wie Wesen aus einer anderen Welt. Wer nur ist es, Wer trat später hier hinzu? Fremd seid ihr mir - Fremdling bin ich*. Ameisen gleich, An unsichtbaren Fäden, Vollzieht sich euer Bewusstloser Gang. Verirrt sich bei Zeiten - Arglos vielleicht und Ohne Sinn - Eines der… Weiterlesen Megalomania

Sentimentales

Tell me, beautiful abyss,…

Was ist nur mit dir geschehen? Narben sind dein kalter Panzer. Eisig flehend, stolze Schwäche, Stürz mich in dein Nirgendwo! Was ist es, das mich verleitet, Warum lieg ich wach in dir? Wer vermag es auszusprechen, Dich zu bannen, Heimatlose? Spindeldürr, doch mutig, zart, Streckst du deine leisen Fühler - Stirbst erneut und bleibst verkannt.… Weiterlesen Tell me, beautiful abyss,…

Vergangenes

Als ihre Schwäche die meine wurde

Ich war 18 Jahre alt, als ich einen der eindrücklichsten Momente meines Lebens hatte. Äußerste Verzweiflung, eine innere Kälte die den Körper abschaltet, Todessehnsucht, Gleichgültigkeit und rasende Wut - ich hatte bereits eine breite Palette negativer Gefühlslagen durchlebt. Niemals Hass. Hass ist mir noch heute fremd, zumindest wenn es darum geht, jemand Konkretes zu hassen.… Weiterlesen Als ihre Schwäche die meine wurde

alte Gedichte

Beim Erwachen

Erwacht! Und heimlich duftend Schwebt dein Geruch zu mir, Schleicht dämmrig durch die Luft und Trägt meinen Geist zu dir. Wie friedlich war'n die Stunden, Da du an meiner Brust In Zärtlichkeit umwunden, Im Schatten leiser Lust! Dein sanfter Atem streifte Mein sehnendes Gemüt Und wildes Streben reifte, Wo stille Schönheit blüht. Du ruhst nicht… Weiterlesen Beim Erwachen

alte Gedichte

Hereinbrechender Herbst

Der Sommer geht zu Ende, Ins Zwielicht fließt der Tag. Ich löse meine Hände, Weil ich nichts halten mag. Es sprengt mein Herz die Banden Und finster graut die Nacht. Was wir einst in uns fanden, Ist nicht mehr aufgewacht. Die Kälte bringt das Sterben, Die Sterne lächeln fern - Wir könnten wie sie werden,… Weiterlesen Hereinbrechender Herbst