Sentimentales

Ruf nach Chiara

Dein Haar ist wie das Meer, Chiara.
Ich sehe dich gleiten –
Um mich, hindurch und tief hinein –
Geisterhafter Mantel –
Mich umspielend unentrinnbar –
So suchst du meine Träume heim.

Deine Stimme ist Musik, Chiara.
Ich höre dich gläsern
Zarte Bande um mich spinnen –
Versunkenes Sehnen –
Sirenenhaft von ferne rufend.
So bannst du mich seit jungen Jahren.

Deine Augen sind Geheimnis, Chiara.
Ich spüre sie, ruhend,
Verborgen hinter braunem Haar –
Wallender Vorhang –
Durchdringend, hinein, mich sehend –
So sähe auch ich dich, wär‘ da nicht Schatten.

Deine Füße sind Verheißung, Chiara.
Ich halte die Luft an,
Und tanzend erweichst du die kalte Welt.
Schwerelose –
Wie eine Brise – nichts hält dich.
So entschwebst du, will man dich fassen.

Deine Haut ist wie Frühling, Chiara.
Ich atme dich – – – dich!
Unfasslich lebendig blühst du in mir!
Taunasses Gras –
Von Morgensonne zu Glanz verführt –
So wallt auch mein Herz in deiner Nähe.

Ich suche dich, Chiara.
Schon immer – noch immer.
Und mehr denn je gilt mein Versprechen.
Finde mich!
An deiner Seite werde ich sein –
Bedingungslos –
Und du wie Wind, wie Wasser: Sei frei!

 

 


Beitragsbild: Henrietta Rae – Hylas and the Water Nymphs (1909)

 



ཨོཾ་ཛམ་བྷ་ལ་ཛ་ལེ་ནྡྲ་ཡེ་སྭཱ་ཧཱ།།

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