adventure

Blind in die Wolfshöhle – Teil 2

Warnung: Der Beitrag enthält teils drastische sexuelle Handlungen, die auf manche verstörend wirken könnten. 


In meinem Zimmer angekommen musste sie sich bis auf den Slip zu entkleiden. Ich glaube, sie hatte sich auf eine Art Verhörsituation eingestellt, nachdem ich ein vorangehendes Gespräch eingefordert hatte. Nach diversen Vorschlägen für ein Outfit, dass sie tragen könne, von Strapsen und Reizwäsche bis zum Harness, war meine Entscheidung sehr schlicht ausgefallen. Solche Dinge sind mir nicht nur unwichtig – manchmal wirken sie für meinen Geschmack auch zu gewollt und damit wirklicher Erotik abträglich. Mein einfaches Gemüt kommt bereits in Fahrt, wenn mit den naheliegendsten Mitteln, einem ganz gewöhnlichen Slip etwa, ein Teil meiner Begierde verborgen bleibt. Kleine Bewegungen nur, eine leichte Streckung des Nackens, eine Biegung des Rückens, ein gieriger Blick mit geweiteten Pupillen, ganz zu schweigen von all den furchtbar aufreizenden Verheerungen, die ein graziler Frauenfuß in meinem hierfür so verwundbaren  Gehirn anrichten kann – nein, Dessous und ähnliche textile Spielereien brauche ich für erotische Spannung nicht. Und mein Gast, nun beinahe nackt auf meiner Couch, unruhig abwartend, die Nippel ihrer kleinen Brüste hart stehend, ganz auf ihr Gehör vertrauend – die Situation hätte kaum mehr Spannung vertragen.
Mein vorher ausgedachtes Gesprächsszenario brach in sich zusammen. Die Frage der Sympathie hatte sich längst erledigt – das würde sich unter diesen Umständen nicht ermitteln lassen. Wusste sie, worauf sie sich hier einließ, war sie zurechnungsfähig? Das mag für manche penibel klingen – andere würden mir vielleicht vorwerfen, hier nicht sorgfältig genug zu sein. Im geschriebenen Dialog der vorangegangenen Stunden hatte sie einen sehr klaren, selbstbewussten und vor allem reflektierten Eindruck, was ihr Wollen und ihre Vorlieben angeht, gemacht. Ich hatte wieder eine überdurchschnittlich intelligente Frau vor mir und musste mich nun also ganz auf mein Gespür verlassen. Sie rutschte ungeduldig auf und ab. Noch bevor ich weitere Worte finden konnte, bat sie mich, endlich meinen Schwanz in den Mund nehmen zu dürfen. Safeword! Wenn ich schon sonstige Sorgfaltsprinzipien fallen ließ, zumindest das musste angesprochen werden. Sie habe keines und brauche es auch nicht – eine Provokation? Innerliches Knurren. Wir werden sehen…

Mein Inneres wechselte in den Spielmodus. Sie blickte weiterhin in die Leere vor sich, abwartend. Die Berührung meiner Fingerspitze ließ sie zusammenzucken, dann schlagartig und hörbar die Luft einsaugen. Ich fuhr ihren Hals hinab, das Schlüsselbein entlang – dann wollen wir einmal sehen, worauf du ansprichst! Umkreiste sie zunächst sanft – sie atmete nun heftiger, den Mund offen, die Hände hinter dem Rücken verschränkt – dann nahm ich ihre Nippel mit beiden Händen fest in den Griff. Ihr Brustkorb wölbte sich nach vorne: Sie war hungrig. Der steigende Druck trieb sie weiter an, ihr Becken begann rhythmisch auf der Couch zu reiben. Ich hieß sie aufstehen, zog ihr nun auch den Slip ab und konnte so bereits die ersten Fäden ihrer Erregung entdecken. „Bekomme ich ihn jetzt?“ – „Nein, knie dich erstmal wieder auf die Couch!“ Jede ihrer Bewegungen brauchte ein gewisses Maß an Anleitung meinerseits, denn sie sah ja nichts und wirkte bei jeder Anweisung für einen Moment verloren, bis sie wieder meine Hand spürte. Breitbeinig kniete sie nun da, während ich ihre Brüste mit Kniffen und kleinen spitzen Schlägen bearbeitete. Ihre Beine rutschten auseinander und schließlich mit den Knien voran über die Kante der Couch. Die feuchte Spur die sie dabei auf der Schutzdecke hinterließ (eine Vorsichtsmaßnahme, die ich ursprünglich aufgrund der Essgewohnheiten gewisser Leute eingeführt hatte), veranlasste mich dann doch, ihrem Wunsch endlich nachzugeben. Während sie brav wartete und lauschte, entledigte ich mich rasch meiner gesamten Kleidung, führte sie dann mit festem Griff in die Haare in die Mitte des Raumes, wohin sie mir anstandslos auf den Knien rutschend folgte und wo sie dann brav und erwartungsfroh den Mund weit aufsperrte. Ich leitete ihren Kopf an sein Ziel, was sich, nachdem sie die erste Geruchsspur aufgenommen hatte, als überflüssig erwies: Sie stürzte sich, gierig wie eine Verdurstende auf meinen bereits in voller Blüte stehenden Schwanz, spießte sich daran förmlich auf, füllte ihren Mund, saugte, dann ihren… ihren Hals?! Nun besitzt mein liebstes Werkzeug diese wundervolle Neigung nach oben, die in so mancher Stellung tolle Empfindungen bei meinen Partnerinnen erzeugen kann – das völlige Eindringen in den Hals ist dank Schwung und Länge bei ordentlicher Erektion aber nicht möglich. Ein Umstand, den nun auch meine Gespielin bemerkte, die offenbar genau diese Absicht verfolgt hatte und sich mit langen, die Mundwinkel herabtropfenden Speichelfäden geschlagen geben musste. Mit für mich überraschender Selbstverständlichkeit – natürlich hatte der Wolf schon längst wieder das Ruder übernommen – trat ich einfach hinter sie und zog ihren Kopf rückwärts in die Überstreckung. Das gefiel ihr offenbar nicht nur, sondern ließ sie erneut eifrig werden, so dass der richtige Winkel sofort hergestellt und mein Schwanz plötzlich in seiner ganzen Länge in ihrem Hals verschwand, beinahe mühelos den Widerstand des Kehlkopfes passierend. Meine Hoden pressten gegen ihren Nasenrücken, während sie doch tatsächlich noch versuchte, mit der Zunge Bewegungen zu vollführen! Ich, schlagartig halb-irre geworden durch so viel scheinbar mühelosen Deepthroat-Enthusiasmus, begann vorsichtig ein paar Stöße, die zwar das Zungenspiel stoppten, aber keinen Würgereiz auszulösen schienen. „Oh! Wir beide werden heute noch eine Menge Spaß miteinander haben!“, entfuhr es mir, nicht ohne bedrohlichen Unterton. Der aufmerksame Beobachter in mir richtete sämtliche Antennen auf. Doch sie schnappte nur kurz nach Luft, richtete sich wieder auf – ihre Augenbinde nicht mehr ganz so frisch, aber immer noch fest an ihrem Platz – und wies mich mit einem Lächeln darauf hin, dass sie das sogar noch besser und wesentlich ausdauernder könne, wenn ich sie nur kopfüber irgendwo drapieren würde. Unweigerlich blickte ich zur Kante meines Betts hinüber…

Meinerseits kam ich nun gerade erst in Fahrt, trennte unser beider Aufmerksamkeit von meinem Schwanz und widmete mich nun, nachdem ich sie flach auf dem Boden abgelegt hatte, der synchronen Erzeugung von Schmerz an ihren Brüsten und schmatzend vernehmlicher Lust zwischen ihren Beinen. Was die linke Hand an Pein erzeugte, leitete die Rechte wie ein Blitzableiter an Klitoris und G-Punkt weiter. In den Nervenbahnen verweben sich die Reize zu einem wundervollen Muster, was sich an meiner Spielpartnerin abzuzeichnen begann, die nun klagte, dass sie gleich käme, wenn ich nicht aufhörte. Trotzdem schien sie es nicht zu wagen, sich abzuwenden oder auch nur die Hände zu erheben – jemand musste sie bereits gut erzogen haben… Selbstverständlich kam ich ihrem indirekten Wunsch nicht nach – warum auch? Stattdessen drückte ich ihr die Luft ab, woraufhin sie begann, am Boden bebend zu kommen, ganz ergeben… und irgendwie auch… dankbar – was daran gelegen haben kann, dass sich mein Würgegriff letztendlich wieder löste und die erneute Sauerstoffzufuhr wohl eine weitere Welle mit sich brachte. Wurde ich übermütig?

Direkt nach dem ersten leichten Abflauen ihres Höhepunktes wendete ich sie auf alle Viere. Ich hatte eine Reitgerte mit einer breiten Klatsche aus Gummi versehen, die ich endlich ausprobieren wollte und sie schien mit hierfür die geeignete Kandidatin zu sein. Ihr beinahe knabenhafter kleiner Hintern stand steil in die Höhe, während sie die Arme weit über den Kopf gestreckt und das Gesicht seitlich an den Boden gepresst hielt. Sie ahnte nur, was folgen würde. Und auch wenn Schmerz nicht ihre primäre Lustquelle war – die Herabsetzung zum Objekt, an dem man sich verging, tat das ihrige. Ich ließ die Gerte mehrmals auf ihren Hintern sausen, einem Maler gleich, der wilde, freihändige Pinselstriche an der Leinwand vollführt. Dumpf traf das Gummi ihre Haut, breit war der Schmerz und nur von mittlerer Intensität – ich spüre das und ich war nicht zufrieden. Der Rohrstock kam zum Einsatz, ein Prachtexemplar, das mir beim Händler in einem Lager voller Bambus sofort ins Auge gesprungen war. Damit konnte ich nun tatsächlich die gewünschten Linien auf ihr zeichnen, die Schläge nur leicht, aber mit Nachdruck führend. Sie zuckte auf eine Art, die mir verriet, dass sie nicht allzu viel aushalten würde und so beschränkte ich mich auf ein wenig Verzierung (an der sie, wie sich zeigen sollte, auch am nächsten Tag noch viel Freude hatte). Sie hatte brav ausgehalten und kein einziges Mal weggezogen. So wurde es Zeit für ihre Belohnung. Sie hatte mehrmals deutlich gemacht, was sie hierfür erachtete und hatte den Mund weit geöffnet und die Zunge herausgestreckt, bevor sie auch nur in der Nähe derselben, geschweige denn überhaupt schon wieder zumindest auf den Knien war. Ich dagegen hatte ihren zuvor geäußerten Hinweis auf verborgene Talente im Sinn und verschwendete keine Zeit darauf, meiner blinden Gespielin komplizierte Anweisungen zu geben. Mit dem rechten Arm griff ich zwischen ihren Beinen hindurch, hielt mit links ihren Nacken und hob mit einem Schwung die ganzen lächerlichen nicht einmal 50 Kilo vom Boden auf, wirbelte sie noch in der Luft einmal um 180° gegen den Uhrzeigersinn, machte einen Schritt auf das Bett zu und warf sie darauf, so dass sie auf dem Rücken liegend, mit dem Kopf zu mir zum Liegen kam. Die Plötzlichkeit hatte sie überrascht und offenbar ihre Gier so weit gesteigert, dass sie nun blind und etwas hastig oberhalb ihres Kopfes erfolglos nach meinem Schwanz fischte. „Die Hände unter den Hintern!“ – wie auf Knopfdruck gehorchte sie, reckte das Kinn nach oben und spannte ihren Unterleib bis in die Zehen. Solche Momente sind großartig! Körper und Geist sind für ein paar Sekunden völlig synchron, sind völlig – ja, sind wirklich total auf Verlangen eingestellt. Da ist für ein paar Augenblicke nichts anderes mehr. Und ich bin es, der dieses Verlangen schließlich stillt. Mit der linken Hand griff ich ihren Hals unter mir, zog ihn noch ein wenig weiter und ohne auch nur den Hauch von Widerstand zu spüren in die Überstreckung, stützte mich mit der Rechten vornüber ab und ließ dabei meinen Schwanz vollständig bis tief in ihren Hals gleiten. Hielt ihn dort für ein paar Sekunden, ließ den plötzlichen Kick in meinem Gehirn ankommen, spürte ihrer Feuchtigkeit nach, benommen, fühlte das Krampfen ihres Beckenbodens, dann schließlich das gewaltsame Pressen des Erstickens; zog heraus, Luft, lange Fäden dicken Speichels – ein kurzer Atemzug schien ihr zu genügen, denn sie sperrte sofort wieder den Mund weit auf. Das ist eine Sprache, die ich verstehe. Griff mit meiner gesamten Hand einmal fast komplett um ihren Hals, hielt sie mir daran zurecht, wie ich sie brauchte – dann begann ich ihren Hals zu ficken. Behutsam zunächst, sofern man das von dieser Praxis überhaupt behaupten kann, mit langsamen und sehr kontrollierten Stößen. Die Situation drohte, mich zu überwältigen: Ich spürte, wie sich ihr gesamtes Bewusstsein auf diese eine Aufgabe verengt hatte, wie jeglicher eigener Wille aus ihr gewichen war und sich alles nur noch darauf gerichtet hatte, meinen Schwanz aufzunehmen. Dieses Extrem erzeugt einen ungemeinen Sog, der mit gewaltiger Macht von einem Besitz ergreift. Ich fickte ihren Hals, immer kräftiger und schneller nun, die Abstände für Atempausen verzögernd, spürte unter meinem Daumen mein Eindringen und das Heben ihres Kehlkopfes. Zugleich fickte mich etwas zurück, schlug etwas in mir auseinander. Sie erbrach sich. Es spritzte mir über die Eier, lief daran hinab, rann ihr über Nase, Augenbinde und Stirn in die Haare. Offenbar hatte sie längere Zeit nichts gegessen, aber viel getrunken. Ich erschrak kurz – doch ich war bereits weit weg. Die Hände immer noch unter dem Hintern, öffnete sie einfach erneut den Mund, als wäre nichts geschehen. Keine Gedanken, keine Sorge. Nur der archaische Teil unseres Gehirns im Einsatz. Bestien unter sich. Ficke ihren Hals, ficke in den Abgrund, der brutal nach mir greift und mich nicht mehr entkommen lässt. Die Kotze schießt nur so aus ihr heraus, während ihre Pussy so stark krampft, dass meine Finger dabei aus ihr gepresst werden. Immer weiter, verstört, geil, eng, Luft, ich komme – dabei will ich doch gar nicht! Die Brutalität des Aktes ließ mir gar keine andere Wahl, zwang es buchstäblich aus mir heraus. Ich spritzte direkt in der Tiefe ihres Halses ab, beiläufig fast. Mein Körper war mir entglitten und hatte sich selbstständig gemacht. Oft komme ich, ohne zu ejakulieren (manchmal willentlich). Diesmal sprudelte es aus mir heraus, ohne das ich einen richtigen Orgasmus hatte. Währenddessen sah mein Geist, der, fasziniert und erschrocken zugleich, zurückgeblieben war, nun erstaunt zu, wie da eine zierliche, triefende Frau, besudelt und mit verbundenen Augen über meiner Bettkante lag und sich beinahe atemlos bei mir bedankte. Ich hatte bereits zur Packung gegriffen, als sie mich sehr vorsichtig fragte, ob ich ihr vielleicht ein Taschentuch reichen könne. Ich war sprachlos…

Nachdem ich sie ein wenig gesäubert und meinen Fußboden trocken gelegt hatte, kümmerte ich mich um ihre Entladung. Auf dem Rücken liegend kam sie ausgedehnt und heftig, aber im Ausklang bemerkte ich etwas wie Unzufriedenheit. Darauf angesprochen, und nicht ohne vorher in aller Höflichkeit zu erklären, sich völlig meinem Willen unterzuordnen, ließ sie dennoch durchblicken, dass sie sich gewünscht hatte, einen Orgasmus zu haben, während ich sie fickte. Da ich beim Blick zwischen meine Beine bemerkte, dass meine Lust nicht einmal annähernd gestillt war, bot ich ihr an, sich dieses ausgesprochene Privileg mit dem Mund zu verdienen, lehnte mich zurück und führte ihre rechte Hand an meinen schon wieder (immer noch?!) harten Schwanz. Meine blinde Partnerin ließ sich das nicht zweimal sagen und begann begierig und mit ausgesprochen geschickter Hand-Mund-Koordination, erneut und unter hohem Speicheleinsatz, zu blasen. Hatte ich Vorsätze gehabt, ihrem Wunsch nachzukommen? Ich war nun wieder ganz bei und in mir, Lust war wieder Lust – eine vermutlich seltsam klingende Aussage, die dennoch treffend beschreibt, wie Gefühl, Wahrnehmung und Empfinden wieder zeitlich deckungsgleich werden. Ich konnte mich nicht zurückhalten; und diesmal wollte ich es nicht einmal. Ich spritzte erneut ab, diesmal mit Orgasmus, krampfend, lachend, wieder zurück in meinem Element. Sie saugte so lange an mir, bis auch wirklich alles heraus war, schluckte demonstrativ genüsslich herunter, freute sich über mein Lob und legte sich dann zu mir.

Mein Kopf begann wieder zu arbeiten: So sehr mir das bisher auch gefallen hatte – etwas war nicht richtig. Ich sorgte für ihr Wohlbefinden, streichelte ihre Haut und wärmte sie. Die Art, wie sie das förmlich aufsaugte, verriet mir, wie selten das für sie sein musste. Ich stellte mir vor, wie die anderen Männer wohl sein mögen, an die sie mit ihrer Form der Suche geriet: Würden sie sie wirklich wie Dreck behandeln, sie entwürdigen und erniedrigen, so wie sie sich das zu wünschen schien? War es wirklich das, was sie wollte? Ist das gesund? Nach allem, was sie mir erzählte, hatte ich den Eindruck gewonnen, dass sie bereits viel in ihrer persönlichen Entwicklung durchgemacht hatte; dass es ein Kampf für sie gewesen war, ihre Sexualität und ihre Lust zurückzuerobern, den sie schließlich gewonnen hatte und dessen Früchte sie nun genieße. Wer weiß, welche womöglich furchtbare Geschichte dahinter steckte. Die Narben an ihren Oberschenkeln waren nur ein wenig konkretes Indiz für eine leidvolle Vergangenheit, zu der ich selbstverständlich keine Fragen stellte. Doch der bloße Gedanke, als Mittel zum Zweck für selbstverletzendes Verhalten zu dienen, als williger und gedankenloser Vollstrecker – die realistische Möglichkeit allein, auch wenn sie sich nicht einmal als die wahrscheinliche darstellte, verursachte mir schweres Unbehagen. Meine Gespielin war extrem, zeigte geradezu sklavische Unterwerfung in einer außergewöhnlich riskanten Situation mit einem wildfremden Mann. Ich verstehe auch den Reiz. Aber aus Erfahrung weiß ich auch, an wen sie sonst hätte geraten können. War das ihr Ziel, war es teil ihrer Risikoabwägung? Sie schien mir keineswegs naiv. Im Gegenteil: Sehr klar und deutlich hatte sie sich im Vorfeld positioniert und beinahe abgebrüht auf mich gewirkt. Den Vorlieben auf ihrem Online-Profil nach gab es bei den Praktiken sogar noch viel Spielraum nach oben… Kurzum: Ich konnte mir keinen Reim auf die ganze Situation machen.
Nach einiger Zeit der Fürsorge, der Erholung und des stillen Grübelns meldete sich mein Schwanz zurück und wurde noch zur Erfüllung ihres Wunsches eingesetzt, bis das Kondom meiner Erektion schließlich den Garaus gemacht hatte. Sie hatte tatsächlich noch einen Orgasmus mitgenommen und ließ sich nun ihrerseits nicht davon abbringen (nicht, dass ich mich ernsthaft gewehrt hätte), meinen Schwanz erneut mit Mund, Händen und Hals zu bearbeiten, bis sich auch die dritte Ladung in ihren Magen entleert hatte. Während sie mir fröhlich mitteilte, wie sehr sie sich nach so viel Sperma gesehnt hatte, überkam mich erneut eine Welle der Schwere und Müdigkeit. Ich gerate offenbar häufiger an Succubi – mit einer bin ich sogar glücklich zusammen… (Yes, Love, I’m talking about you 😉 )

Gegen vier Uhr morgens war es Zeit, auseinander zu gehen – nicht, wie sie es vorgeschlagen hatte („Benutz mich, dann wirf mich wieder raus!“), sondern in aller Zivilisiertheit – auch wenn eine der Beteiligten immer noch nichts sehen konnte. Nach und nach reichte ich ihr ein Kleidungsstück nach dem anderen, bis sie wieder angezogen vor mir stand. Nachdem sie ihre Schuhe angelegt hatte, half ich ihr in die Jacke und geleitete sie am Arm zur Türe hinaus, die Treppen hinab bis an die Haustür. Wir umarmten uns zum Abschied. Dann öffnete ich, sie trat mit immer noch verbundenen Augen einen Schritt hinaus und blieb so dort stehen, bis die Türe hinter ihr ins Schloss fiel. Später schrieb sie mir noch von ihrer sicheren Ankunft zu Hause – und wie sehr sie bereits auf dem Heimweg das Schmerzen ihres Hinterns genossen habe.

 


Beitragsbild: ‚Woman in the Dunes‘ by Hiroshi Teshigahara (1964) ©

Advertisements

6 thoughts on “Blind in die Wolfshöhle – Teil 2”

    1. Was für Geschichten meinst du mit „solchen Geschichten“? Hörst/liest du öfter solche Geschichten und wenn ja: wo?
      Du fragst offen nach den Beweggründen, scheinst aber deine Antwort schon zu kennen – es muss demnach ganz furchtbar sein. Für mich waren das in der Situation vorsichtige Fragen, die ich mir allein schon aus Gründen der Sorgfalt im Umgang mit einem anderen Menschen stellen muss. Es sind Fragen geblieben. Wie du nur anhand meiner Schilderung zu einer eindeutigen Antwort gelangen kannst („niemals“), ist mir schleierhaft, sofern ich dich nicht verdächtigen möchte, aus rein moralischer Entrüstung zu schreiben. Falls du eine tatsächliche Kritik vorhälst, gehe ich gerne darauf ein 🙂

      PS: Unter dem vorletzten Beitrag beklagst du dich über zu viel Stilisierung, so als wäre das überzogen romantisierter Kitsch – hier ist es ungeil, aus Gründen. Ersteres ist mir immerhin nachvollziehbar, auch wenn du offenbar nicht verstanden hast, dass ich da nicht einfach sprachlich stilisiere, sondern nur ungefiltert mein Empfinden ausdrücke. Andere nennen das Verliebtheit 😉

      Gefällt 1 Person

  1. Danke für diesen ehrlichen Bericht. Ja, tatsächlich einwenig abschreckend, aber vielleicht auch deshalb weil man selbst daran Gefallen findet. Als Sub interessiert mich natürlich: was treibt dich dazu so etwas zu tun und so weit gehen zu können (zu wollen)? Führt das nicht zu Beklemmungen durch solche Handlungen Lust bis hin zur Extase zu empfinden? Das ist keine Kritik, sondern aufrichtiges Interesse.

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich danke dir für die interessante Rückmeldung und das deutlich aufrichtige Interesse! Dafür nehme ich mir auch gerne Zeit 🙂

      In deinem Kommentar sprichst du ein ganz wesentliches Spannungsfeld an: Wie ist der Umgang mit Transgression? Kann ich das, will ich es gar? Dazu habe ich noch keine endgültige Antwort für mich gefunden. Es bleibt ambivalent.

      Was treibt mich dazu? Die Antwort ist nicht einfach zu geben, weil sie zwar einerseits rein Persönliches/Individuelles betrifft (worüber ich gerne Auskunft gebe), andererseits aber fast schon eine kleinere Abhandlung verlangt, wahlweise aus Psychologie, Pädagogik, Anthropologie oder Soziologie (Sadomasochismus, Macht, Tabu, Anerkennung…). Das kann ich weder leisten, noch habe ich auch nur annähernd genügend Antworten dazu gefunden. Diesen naturwüchsigen, schattenhaften Anteil findest du in meinen Beiträgen, ähnlich dem Original, häufig in der Chiffre des Steppenwolfes/Wolfes (auch mal „Bestie“) verdichtet.
      Was das mir bewusste Persönliche betrifft: Einerseits habe ich lange auf Sparflamme gelebt und vermute, dass ich deshalb eine besondere Neigung zu intensiven oder gar extremen Erfahrungen habe. Darüber hinaus verhält es sich bei mir tatsächlich anders herum, als du es in deiner Frage formulierst: Ich will sehr weit gehen in vielem. Abseits der fundamentalsten Grundregeln (etwa Konsens(fähigkeit)) habe ich keine festen Grenzen, die nicht auf individuellen Vorlieben basieren (zur Veranschaulichung: Ich habe keinen Windelfetisch und auch kein Interesse, dahingehend zu experimentieren – gleichzeitig empfinde ich aber keinerlei Abneigung gegen die Praxis oder die Ausübenden). Die menschliche Sexualität ist so unglaublich vielschichtig und facettenreich! Und das meine ich nicht nur im landläufigen Sinne bezüglich ihrer vielen äußerlichen Erscheinungsformen, sondern radikal, als untrennbar mit jeder unserer Lebensäußerungen verwoben, als plastisch gewordener Eros. Das ist es, was mich antreibt. Ich habe mal beschlossen, keine willkürlichen Filter mehr von außen für diese Vitalität zu akzeptieren. Auf dieser Ebene spielen Fragen von konkreter Form, von Vorliebe/Abneigung oder Lust/Ekel erstmal auch überhaupt keine Rolle. Das wäre dann die andere Seite dieses Spannungsfeldes: Wie weit kann ich gehen? Und da kommen dann eine Menge Fragen und Skrupel ins Spiel, was dir sicher aufgefallen ist. Wie kann ich das trotzdem tun? Kurz gesagt: Ich kenne mich als unbarmherzigen Kritiker meiner selbst, der sich hohe ethische Maßstäbe auferlegt. Das ist oft furchtbar anstrengend, gibt mir in extremen Momenten wie dem hier geschilderten aber auch das nötige Selbstvertrauen und die Freiheit, ab einem gewissen Punkt (Stichwort: Sorgfalt) mal loszulassen – von besagtem „kann“ in die Sphäre des reinen Wollens zu wechseln.

      Du fragst gezielt nach „Beklemmung“ und triffst damit den Nagel auf den Kopf! Nachträglich hat mich diese Episode lange Zeit beschäftigt. Ich schätze die Erfahrung sehr und bin glücklich, sie gemacht zu haben! Von meiner Gespielin weiß ich, dass sie mit wesentlich geringeren Erwartungen in das Treffen hinein ging und sich in der Folge ziemlich gut gefühlt hat. Meine „Beklemmung“ (ich behalte das gerne bei!) rührte also nicht da her, egal was nun ihre Motive gewesen sein mögen. Viel mehr ist es der Blick in den Spiegel: Was da so alles unter der Oberfläche schlummert; was alles geschehen kann, wenn wir den Wolf von der Leine lassen. Du deutest es selbst an, wenn du schreibst: „ein wenig abschreckend, aber vielleicht auch deshalb weil man selbst daran Gefallen findet“. Dieses Gefühl kennen sicherlich viele. Der übliche, eingetretene Pfad wäre die (im Extremfall pathische) Projektion. Die ganzen Moralapostel und BetroffenheitssülzerInnen z.B. geben da gutes Zeugnis ab. Deren ideologisch verblendete Überlegenheitsparties sind nur für’s Ansehen (gesellschaftlich und im eigenen Spiegel) vorgeschoben und im Kern brandgefährlich. Da bin ich viel lieber aufrichtiger sexueller Sadist 🙂

      Ich hoffe, meine Ausführungen haben für dich zum besseren Verständnis beigetragen! Falls nicht, oder noch Fragen offen sind – nur zu! Ich verspreche, mich dann auch kürzer zu fassen 😉

      Gefällt 3 Personen

  2. Das ist auf jeden Fall ganz viel was da auf einem einprasselt, puh! Ich glaube um es hier mal dezent zu formulieren, es grenzt teilweise (fast) an Kontrollverlust, vor allem auf der emotional-sexuellen Ebene…ich frage mich schon was wohl alles dazu beigetragen hat das man so ausschweifend geworden ist? Den so auf die Welt kommt man nicht…oder irre ich etwa?
    liebe Grüsse Luzi
    https://www.psychotherapiepraxis.at/pt-blog/fetisch-oder-sexualstoerung/

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s