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Blind in die Wolfshöhle – Teil 1

Es war bereits sehr warm geworden in meinem Zimmer. Rechtzeitig vor ihrem Eintreffen hatte ich die Heizung besonders hoch eingestellt – mit gutem Grund: Gleich würde sie weitgehend nackt hier neben mir sitzen – und dass sie friert, nein, das konnte ich schließlich nicht verantworten. In meiner Vorstellung hatte ich mir die bevorstehende Unterhaltung bereits ausgemalt; eine Prozedur, die ihr offenbar überflüssig erschien. Ich bestand darauf, wollte ich doch zumindest einen ungefähren Eindruck der Persönlichkeit meines Gegenübers gewinnen. Ich ahnte nicht, wie verkehrt ich mit diesem Anspruch lag…

Gegen 23 Uhr schrieb sie mir, dass sie angekommen sei. Ich wartete eine Minute ab, dann ging ich nach unten und öffnete die Tür zur Straße. So war es geplant. Zwischenzeitlich hatte  sie sich die Augen mit einem schwarzen Tuch sorgfältig verbunden. Wir hatten uns zuvor nur auf Fotos gesehen. Jetzt stand sie blind vor mir, sichtlich nervös, 1,60m klein und zierlich gebaut, den Mund leicht geöffnet und die Nase empor gereckt- als könne das ihre Blindheit ausgleichen. Es wäre gelogen, würde ich behaupten, dass in diesem Moment nicht schlagartig der Wolf das Haupt in mir erhob und ein Grinsen über mein Gesicht huschen ließ. Worauf hatte ich mich da schon wieder eingelassen!? Mitten unter der Woche empfing ich eine mir unbekannte und freiwillig hilflose junge Frau an meiner Türschwelle, die sich nichts sehnlicher wünschte, als noch in dieser selben Nacht einen prallen Schwanz im Mund zu haben, sich benutzen und erniedrigen und anschließend einfach wieder vor die Tür setzen zu lassen. Ich wusste nicht, ob ich mit diesem Plan so einverstanden war – dennoch nahm ich sie bei der Hand und führte sie die Stufen hinauf…

 

 


Die Fortsetzung folgt in Kürze – versprochen! 

Da es in den letzten Monaten etwas still hier war und mir einige von euch sehr am Herzen liegen, möchte ich euch, liebe LeserInnen, hiermit die Gelegenheit geben, mir beliebige Fragen oder gar Wünsche  auf sehr einfachem Wege zukommen zu lassen. Ich gehe dann zeitnah darauf ein.


Beitragsbild: ‚Woman in the Dunes‘ by Hiroshi Teshigahara (1964) ©

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1 thought on “Blind in die Wolfshöhle – Teil 1”

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