Love

Erwachen der Bestie

Die Zunge wandert die Innenseite ihres Oberschenkels hinab. Das Fußgelenk ruht in meinem geschlossenen Griff, mit dem ich mir ihr Bein zurecht ziehe – so, wie ich es möchte, wo ich es will, wo es mir schmeckt. Erwartungsfrohes Schaudern, ihre zarten Füßchen spitz überstreckt, ein Heben des Beckens… dann Hohlkreuz. Meine Rechte fährt flüchtig von unten durch ihren nassen Spalt, zieht eine feine Spur den Schenkel entlang. Ich folge ihr, mische das sanfte Aroma ihrer Haut mit dem fruchtigen, umfasse, streichle die Linie erneut und folge mit der Zungenspitze bis ans Ende, die Zehen entlang, dann mehrere vollendet in meinen Mund aufnehmend. Aroma. Meine Liebste! Sie zuckt ein wenig – es kitzelt sie. Mit dem Zurückziehen ihres Beines folge auch ich, wandere zurück, drücke beide Beine an sie, so dass ihr Heiligstes und Unheiligstes zugleich mich anlachen. Beides koste ich, lasse die Pheromone meinen Geist vernebeln. Ihr Hintereingang entspannt sich beim Auftreffen meiner warmen Zungenspitze, bittet mich herein – und hinein dringe ich gierig. Mischen. Nass, Fäden ziehend. Schlucken. Diese Frau – geliebte Halbgöttin! Mein Schwanz spannt schmerzend mit der Kraft ihrer Säfte. Wach. Rage.

Streichle ihre Schläfe hinab, atme ihren Atem und schließe ihren Mund mit einem Kuss. Ihre volle und weiche Unterlippe gleitet zwischen meinen Zähnen hindurch. Noch einmal trifft mich ihre Zunge – auch sie schmeckt ab, schmeckt uns. Ich muss nicht erst zielen: mit einer Bewegung der Hüfte gleite ich in sie, halte ihren Kopf und sehe die Luft aus ihr weichen. Dann drücke ich zu. Ein kurzer Schreck, ein Zucken bis in die geheimsten Muskeln fasst mich an und hält mich. Ganz Tier. Sie und ich. Tief in die Augen blickend, Räuber und Beute. Bis an die Grenze des nackten Entsetzens – Tränen rinnen ihre Schläfen herab… ein Stoß noch, zappeln, ein zweiter – drei, zwei, eins, und auf. Und auf geht ihre Lunge. Ein leises Wimmern: Bleib bei mir, ich halte dich! Ein Rest von Bewusstsein hört meine Worte, während ihr übriger Leib sich verselbständigt.Aufgerissene Augen, die durch mich hindurchsehen. Die Nässe wird hörbar, ihre Augen schließen sich für einen Moment – keine Rückkehr! Meine Hand verankert sich in ihrem Nacken, der Daumen presst sich erneut gegen ihre Luftröhre. Nochmal! Und weiter! Halten! Auf, zu, stoßen, pressen… Sie bäumt sich rücklings auf – kein Entkommen. Fick mich! Gläserne Trance, ein Rinnsal von Tränen, die ich von ihr küsse, ganz Leib und Lust, nicht mehr zu Hause und doch so gegenwärtig und da. Meine Stimme nur noch ferner Klang, ein letzter Anker vor dem Abgrund, an dem wir uns ekstatisch im Tanz vereinigen. Der Wolf hat gesiegt. Ich stehe wachsam daneben und lasse ihm seine Beute. Sie empfängt seine Wildheit, so ganz und gar, zergeht und fließt über ihn – dann in ihn. Ganz weich wird sie, formlos und strahlend schön. Ein leises, fast flehentliches Winseln – sie ist längst nicht mehr – und plötzlich bricht seine geile Rage in sich zusammen, fällt der ganze Wolf schlagartig auf die Knie und streckt die Waffen. Zittern.

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