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Return to Sodom

Ich stehe noch unter der Dusche, als es an der Tür klingelt: Es ist 23 Uhr und MissMystery ist pünktlich. Momo, die mir gerade erst das Badezimmer freigegeben hatte und bereits mit ihrem aufwändigen Outfit beschäftigt ist, muss zur Tür eilen. Noch schnell rasieren, dann begrüße ich MissMystery, setze ihr Teewasser auf, lasse mich kurz bei der Wahl meiner Hose beraten, Rauchpause und Fummeln auf dem Balkon, dann verschwinde ich wieder im Bad, um mir die Augen anzumalen. MissMystery trägt ein kurzes schwarzes Kleid mit halterlosen Strümpfen, Momo einen Latex-Mini und ein knappes Oberteil kombiniert mit einer Art Riemen-Harness. Ich gehe schlicht mit langer schwarzer Hose und nacktem Oberkörper. Das Taxi ist auf Mitternacht bestellt.

Ankunft am Club, vorbei an den betrunkenen Touristen, die keinen Einlass erhalten. Die Schlange ist kurz, wir können direkt rein. Es ist noch überraschend leer, also drehen wir zunächst eine Runde, um MissMystery einen Überblick zu geben. Ich bestelle ihr Vodka, Cola für mich. Der Hippie mit der grauen Mähne tanzt, ein Grüppchen mit einem gut gekleideten Kerl vorneweg und drei glitzernden Pornopüppchen im Schlepptau dreht seine Runden durch den Club – ob sie wohl rekrutieren? Wir trinken erstmal gemütlich, wandern ab in den ruhigen Bereich an der Poolbar, wo man sich gut unterhalten kann, gemütlich auf einer Liege, MissMystery links, Momo rechts. Viele Gesichter erkenne ich vom JOYclub wieder; die Welt ist nunmal klein. Viele schöne und ausgefallene Outfits sind zu beobachten, vor allem bei den Frauen. Während wir dort sitzen und uns unterhalten, füllt sich der Club unbemerkt immer mehr. Innerhalb einer Stunde ist es endlich sehr lebendig und wir gehen tanzen. MissMystery braucht auch eine Weile, um sich zu akklimatisieren; mir fällt es diesmal wesentlich leichter, auch wenn die Eindrücke wieder drängend sind. Wir schmelzen in die Masse zuckender Leiber, die Beats geben den Takt – auskundschaften, die Blicke wandern. Momo wird gut zurecht kommen, ich brauche nicht allzu sehr auf sie zu achten und mehr Abstand ist sowieso gut, um potentielle Anwärter nicht abzuschrecken. MissMystery entführe ich an den Rand der Tanzfläche, presse sie unterm DJ-Pult an die Wand, wo ich unter ihrem Kleid die vermutete Erregung vorfinde. Eine Hand um ihren Hals, Küsse, schiebe ihren Slip beiseite und fingere sie mit der freien Hand. Hier, mitten im Treiben, bekomme ich eine leichte Ahnung ihrer Hemmschwelle. Wir tanzen eng, rote Kratzspuren zieren meinen Oberkörper, ihre Hand klemmt in meinem Gürtel…

Eine weitere Runde zu Dritt. Wir gehen in das Dunkel über der zweiten Tanzfläche, da, wo die Käfige stehen und die kaum beleuchteten Liegewiesen. Wir sehen einem Paar beim Sex zu, was recht unspektakulär ist, so dass ich lieber unten den Tanz beobachte. Als MissMystery beginnt, meine Hose zu öffnen, verabschiedet sich Momo mal beiläufig. Die Cock Witch packt meinen Schwanz aus, sinkt am Geländer herab und beginnt zu blasen. Sofort sind wir umringt von Männern, die offenbar hoffen, in den selben Genuss zu kommen. Mich irritiert das Schwenken halbschlaffer Glieder in meinem Gesichtsfeld einfach nur. Da hilft es auch nicht, dass sie mich bis zum Anschlag aufnimmt – der Typ, der ihr gerade an den Brüsten spielt und auf mein Signal hin immerhin respektvoll aufhört (MissMystery und ich hatten solche Spielregeln noch nicht miteinander besprochen), bringt mich dann vollends aus dem Konzept. Also packe ich wieder ein und wir ziehen weiter. Offenbar gefällt es ihr sogar, von unbekannten Händen berührt zu werden. Ich muss also weniger wachsam sein. Wir finden Momo, tanzen zusammen, sehen einer Frau zu, die acht Männer um sich herum bedient – da gibt es wenig zu sehen, auch nicht für Momo, die ich über meine Schulter hochhebe. Das Paar am Geländer ist nach wenigen Augenblicken schon fertig, kurze Entladung, wie zwei Kaninchen. Momo zieht weiter, aber wir machen es uns auf einer der Liegen bequem. Sie will unbedingt meinen Schwanz im Mund, aber wir sind schon wieder umringt von Einzelmännern, was mir zu abtörnend ist. Sie kann wesentlich besser ausblenden. Ich drehe sie auf den Rücken, lege sie mir zurecht und sie lässt sich in meine Weisungen fallen. Ihr Leib folgt dem Takt meiner Hände, ihre Nippel sind steif und ihr offener Mund spendet mir Frische. Als ich sie aufhebe und zum neben uns stehenden Gynstuhl trage, springt der Typ, der gerade daran gelehnt stand bereitwillig, fast schon freudig zur Seite. Es ist wie ein unhörbares Signal. Kaum habe ich MissMystery mit den Beinen in den Halterungen, hat sich bereits eine Menschentraube um uns gebildet. Ich knie vor dem Stuhl und lecke sie an. Ihre Augen sind auf mich gerichtet, sie folgt meiner Führung. Ein Mann zu ihrer Rechten packt behutsam ihre Brüste aus und beginnt daran zu spielen. Ich sehe, dass er achtsam mit ihr ist, die Reize dringen bis zu mir hier unten durch. Sie schließt die Augen – ich passe auf dich auf. Ein weiterer Mann massiert ihre linke Brust, eine Frau übt leichten Druck auf ihren Unterleib aus, während ich vorsichtig mit drei Fingern in sie eindringe. Weitere Hände erscheinen, streicheln ihre Oberschenkel. Einer will forsch in ihren Hintern fingern – ich weise ihn mit einem Wink zurück: Das hier ist mein Revier! Hände umfassen mich von hinten, streichen mir über Rücken und Beine, umfassen meinen Brustkorb. Ich lecke und fingere, MissMystery stemmt sich in die Beinhalterungen, wippt im Takt. Der Behutsame hält ihren Kopf dabei, drückt ganz leicht ihren Hals zu – ich sehe, dass sie es genießt. Jede Region ihres Körpers wird stimuliert, mindestens fünf Menschen widmen sich ihr allein und ihre nasse Pussy gibt bestens Auskunft über den Genuss. Immer mehr Hände fingern nun auch an mir rum – ich muss aufpassen, dass mir die Situation nicht entgleitet, um MissMystery nicht auszuliefern. Meine Hose bleibt geschlossen! Ich nehme die Hand und führe sie zurück an den Oberschenkel, der sich von hinten an mich presst. Netzstrümpfe. Schlechter Zeitpunkt. Meine linke Hand ist inzwischen wie ein Rammbock zugange, meine Zunge ein flaches Reibeisen für ihren triefenden Spalt. Dann sinkt sie zurück, das Hämmern der Beats übernimmt wieder den Takt. Ich küsse sie zurück in die Gegenwart, hebe sie aus dem Stuhl und helfe beim Richten ihrer Kleidung. So schnell es begann, endet der „Spuk“ auch wieder, die vielen Mitspieler verschwinden in den vibrierenden Schatten des Clubs.

Rückzug an den Pool, ein wenig verschnaufen. Im Foyer sehen wir Momo ins Gespräch mit einem Unbekannten vertieft. Die Luft ist angenehm kühl, das Dröhnen dringt nur von weitem hierher. Dort am Rand, hinter Grünpflanzen, legen wir uns an die Wand und rauchen, ihr Kopf in meinen Schoß gebettet. Neben uns vergnügen sich zwei junge Frauen miteinander, lecken und fingern, ein schöner Anblick, den ich nicht durch zu aufdringliches Beobachten stören möchte. MissMystery kommt ebenfalls wieder in Fahrt und erneut sinke ich hinab und tue es unseren Nachbarinnen gleich, die, nachdem sie fertig sind dann im Gegenzug uns interessiert zusehen. Mir geht es prächtig! Der süße Geschmack auf meinen Lippen, das bunte Treiben überall, die gelöste Atmosphäre, es riecht nach Sex und Enthemmung. Leute duschen sich kalt ab, ein Paar zieht tatsächlich einige Bahnen im eisigen Pool. Tattoos glänzen, Latex entlang der schönsten Linien – mein Gehirn ist geflutet mit schönen Reizen. Zurück auf der Tanzfläche: Momos neuer Verehrer weicht ihr nicht mehr von der Seite, aber er gefällt ihr nicht genug, wie sie mir in ihrer Gelöstheit direkt mitteilt – na denn! Er tut mir direkt ein wenig leid, weil er sich offenbar mehr verspricht und ihre Signale nicht zu deuten weiß. Jetzt tanzen wir zu Viert. Der Club ist brechend voll, nasse Körper streifen sich. Ich bewundere die Tanzkünste einer Cybergoth mit Strapsen. Im Käfig darüber kämpft ein Kerl gerade mit seiner Erektion – an seiner Partnerin wird es nicht liegen, die saugt und leckt was das Zeug hält. Eine Frau mit weit geöffnetem rotem Latexkleid hält meinen Blick gebannt: Eine wahnsinnig tolle Figur! Sie ist mittig komplett nackt, das Kleid durchgängig geschlitzt. An ihrer Seite ein Mann im Barbarenoutfit, samt Lendenschurz, Kunstfell und Hornmütze. Das muss eines der schrägsten Paare sein! Sie ziehen Hand in Hand weiter. MissMystery hat Gefallen an einem Typen im Clockwork Orange Look. Er tanzt neben uns, aber sie traut sich nicht, ihn anzusprechen – mein stellvertretendes Angebot lehnt sie ab… Er wird später mit einer kleinen hübschen Blonden in knappen schwarzen Hotpants den Club verlassen und ich werde mir verwundert dabei denken, wie viel ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein doch beim Äußerlichen kompensieren kann. Der leckere Typ im Lederharness dagegen, der Momo und MissMystery nacheinander zum Tanz auffordert und der mir attraktiv und selbstbewusst erscheint, wird von beiden unabhängig voneinander als „der Kleine (!?)“ benannt, gefolgt von einem ungläubigen Gesichtsausdruck, wie ich denn dazu käme, so etwas seltsames zu fragen. 😀 Offenbar spielt die reine Körpergröße eine mir überbewertet erscheinende Rolle. Gut natürlich für uns Männer oberhalb der Eins-Achtzig, aber wie viel gutes Potential da wohl flöten geht…?

Im Morgengrauen steigen wir müde in eines der Taxis vor dem KitKat Club. Zu Hause werden erstmal Kühlschrank und Eisfach geplündert, dann gehen wir schlafen; Momo heute mal im gerade leerstehenden Bett meines Mitbewohners – ihr Bus nach Hamburg würde in wenigen Stunden abfahren. MissMystery und ich schlafen aus. Die riesigen blauen Flecken unter ihren Kniekehlen, die sie sich auf dem Gynstuhl zugezogen hat, sind auch zwei Wochen später noch zu sehen. Vor und nach dem Frühstück vergnügen wir uns noch den halben Sonntag im Bett – ungestört diesmal, aber voller heißer Eindrücke…

 

 

Beitragsbild: Love (2015) ©

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