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Streifzug – Teil 2

Zwei Stunden später sind wir wieder am Ausgangspunkt unseres Streifzugs. Der Moment an der Ampel ist entscheidend: Trennen sich unsere Wege; für heute nur; für immer gar? Sie reizt mich, sagt mir, dass sie mit mir spiele – „spielen kann ich auch!“, lautet meine Antwort, bevor unsere Zungen sich erneut treffen und meine Hand ihren Oberschenkel entlang streicht. Die Reaktion ist prompt: Ob wir nochmal auf die Brücke wollen, dort noch eine Zigarette rauchen? Game on! In einer dunklen Ecke oberhalb der Spree lehnt sie über dem Wasser. Ich wärme ihren Rücken, während wir schweigend auf das Wasser sehen. Dann plötzlich drehe ich sie herum – sie wirkt erstaunt und erregt zugleich, ihre Pupillen sind geweitet, die Augen fast schwarz. Gierig erwidert sie meinen Kuss, dann spreize ich mit meinem Fuß ruckartig ihre Beine auseinander, fahre langsam mit der Rechten unter ihren Rock. Sie ist erhitzt. Ungeduldig wartet sie, dass meine Hand ihre Mitte erreicht… sie wollte spielen – jetzt spiele ich mit ihr! Mit zwei Fingern fahre ich ihre Spalte hinauf an ihren Kitzler: Sie ist nass. Nicht feucht… nass… gleite in sie, beiße mich in ihrem Hals fest… „Das ist doch Scheiße! Wir sind keine Teenager mehr – wir gehen jetzt zu mir!“ Wo sie recht hat… 😀 Ich lecke meine Finger ab, bin neugierig – sie sieht es… dieser Blick…

Unterwegs reden wir nur wenig, die Ungeduld ist ihr deutlich anzusehen. Ich grinse in mich hinein, ärgere sie beim Warten auf die U-Bahn mit ein paar Andeutungen an ihren Oberschenkeln. Dass ihre MitbewohnerInnen wach sind, ist ihr unangenehm; wäre es mir womöglich auch, wenn mein Mitbewohner nicht vor längerer Zeit die Akustik aus meinem Zimmer mit dem morgendlichen Klang der Kaffeemaschine in die selbe Kategorie des Gewohnten und Vertrauten eingeordnet hätte… Es folgt eine Minute der überraschten Blicke in der WG-Küche, eine dieser witzigen Episoden, die vornehmlich anderen unangenehm sind, während ich mir innerlich den Bauch halte. Dann endlich ihr Zimmer!

Ein kleiner Raum, nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Unter ihren Büchern Werke über Marx und Feminismus, was mich positiv überrascht, hatten wir doch gar nicht über Politik gesprochen. Sie bringt Wasser mit Zitrone und wir rauchen am Fenster, weil sie einen Moment zur Sammlung braucht. Ich bin froh, dass sie achtsam mit sich ist und sich den für sie nötigen Raum nimmt – das entlastet mich enorm. Schließlich fallen wir über einander her. Ihre Küsse sind wild und fordernd, die Kleidung nur ein Hindernis. Meine Eier schmerzen schon seit einer Stunde und ihre schwarzen Augen machen es nicht besser. Ich kann förmlich aus ihr trinken, während sie in das bißchen Haar auf meinem Kopf krallt und ihre Hüfte auf meinem Gesicht kreisen lässt. Sie schmeckt süßlich. Wie bei einem leckeren Wein rätsle ich noch immer und komme nicht darauf…

Die Chemie ist erstaunlich, mein Schwanz verrät mir das ohne jedes Zutun bereits. Mit viel Geschick massiert sie mir Eier und Schaft, lässt die Zunge an meiner Eichel spielen. Diese langen Beine! Sie saugt mich halb aus, zum Bersten gespannt presse ich an ihren Gaumen – „Ich will dich in mir spüren!“, raunt sie, keine Sekunde zu früh. Das Kondom ist mir heute völlig egal, mein Schwanz denkt nicht einmal daran, nachzulassen oder sich eingesperrt zu fühlen… chemistry… Nachdem es sitzt hebt sie mir ihr Becken entgegen. Ich gleite in sie, ihre Beine gegen meinen Brustkorb gestemmt, warm und nass, mein Daumen auf ihrer Klitoris tanzend. Ihr Mund ist offen und ihre schwarzen Augen drohen mich zu verschlingen. Ich ficke gegen meinen Höhepunkt an, will den Moment erhalten, kralle mich in ihre kleinen festen Brüste. Ihre Füße verschränken sich hinter meinem Kopf, ich sinke dem Abgrund entgegen, unsere Zungen treffen sich, meine Hand umschließt ihren Hals und es schmatzt und atmet und bebt. Luft holen, Orgasmuskontrolle, dann trinke ich von ihr, der Saft unserer Lust, veränderter Geschmack – ich liebe Frauen! Jede für sich einzigartig! Sie provoziert mich ständig, will, dass ich sie weiter an den Haaren packe – vorerst ganz praktisch, weil sie schwer zu lesen ist… Sie hat eine irssinige Taille, Kühlchen Lendengrübchen (a.k.a. Venusgrübchen, Fossae lumbales laterales, Dimples of Venus… Endlich habe ich einen ordentlichen Begriff dafür!), und die Streckung ihres Rückens erlaubt mir, sie wahlweise an den Brüsten, Haaren, Hals und schließlich mit den Armen hinter dem Rücken zu packen, ihren Kitzler zu umkreisen, mich in ihre Hüfte einzuhaken und kräftig in sie zu stoßen, immer und immer wieder zurückhaltend, ihr Kopf rücklings auf meiner Schulter, unsere Zungen im Tanz, ein Röcheln, Klatschen, das Verschränken ihrer Füße, ihre Hand an meinen Eiern und klebriges Haar an der Stirn und ihre festen Nippel zwischen meinen Fingern und ihr Beckenboden, als er sich krampfend um meinen Schwanz schließt – eine nasse Explosion, Zittern, Schnaufen, Lachen, der Wolf beißt fest in ihren Nacken – sie will mehr – dann kann ich gerade noch den Gummi festhalten, bevor die Kraft aus meinen Gliedern weicht.

Neue Wege beschreiten: Heute bette ich meinen Kopf auf ihr und lasse mich kraulen. Die ‚Zigarette danach‘ ist ihr ebenso wichtig wie mir. Wir genießen, kühlen ab, halten Körperkontakt. Ich massiere ihre Schläfen. Das Ende naht. Noch zehn Minuten, sagt sie, dann wolle sie schlafen. Gut so! Ich bin vorsichtig geworden. Einen guten Mittelweg aus Intimität und Distanz finden, dann wird das mit den Gefühlen auch leichter, ohne den Genuss zu trüben. Und sie weiß sich zu schützen.

Gegen halb vier morgens finde ich mich auf der Straße mitten in Kreuzberg wieder, komme mit der U-Bahn zumindest bis zur Warschauer Brücke, wo mir der Geruch von Alkohol und Urin nichts mehr ausmacht. Geistesabwesend schlängle ich durch das Gejohle und gleite vor mich hin lächelnd durch die Frühjahrskälte nach Hause.

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9 thoughts on “Streifzug – Teil 2”

  1. Ich kann mich nur Harlekin anschließen! In der Phase der Stille habe ich mich immer wieder mal durch den „verwaisten“ Blog geklickt und mich gefragt, wie es Dir geht. Also: schön, dass Du wieder Deine Erlebnisse mit uns teilst!
    Viel Spaß… 😉

    Gefällt 2 Personen

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