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Zwei Tage am Zürisee

Die freien Tage vor dem anstehenden Arbeitswochenende wollte ich eigentlich dafür nutzen, einige Dinge für den anstehenden Umzug nach Berlin vorzubereiten. Mittwoch oder Donnerstag wollte ich mit MissAzur in Basel beim Baden verbringen, aber sie hatte sich überraschend erkältet. Planänderung also: Ein Krankenbesuch bei ihr und ich würde noch etwas zu Essen mitbringen.
Während wir uns verabreden, werde ich auf OkCupid angesprochen. Seit ich die Seite nur noch mit einer gewaltigen Portion Ironie benutze und mir einen Scherz nach dem anderen dort erlaube, kommt es erstaunlicherweise immer häufiger zu Kontakten. Sie gibt an, eine Langzeitbeziehung zu suchen, schreibt mir aber, dass sie mein Foto geil findet. Ok, denke ich mir, schauen wir doch mal, wie direkt sie ist. Sie ist 30, studiert, ausgebildete Yoga Lehrerin und möchte mich kennenlernen und dann eventuell ficken. MissYoga hat eine ziemlich freche Schnauze, was mir ausgesprochen gut gefällt. Ein wenig verklemmt wirkt sie, aber dieser Eindruck kann ja täuschen. Sie wohnt ganz in der Nähe von MissAzur und hat ebenfalls am Donnerstag Zeit. Also verabreden wir uns für den Abend zum Spaziergang mit ihrem Hund und zum Schwimmen.

Es ist wieder einer dieser heißen Tage mit über 30 Grad. Zum Glück ist es bei MissAzur zu Hause einigermaßen kühl. Die nächsten Stunden verbringen wir im lockeren Gespräch. Ich koche Spaghetti mit Soja Bolognese – eine einfache, nahr- und schmackhafte Mahlzeit – ganz der Pragmatiker. Auf dem schattigen Balkon lackiert sie sich die Fußnägel und ich sehe fasziniert zu; sie hat nunmal schöne Füße, what can I say 🙂 Wie unwahrscheinlich war es doch, dass wir uns kennenlernen! Nach so kurzer Zeit wissen wir beinahe alles voneinander, können über die intimsten und sonst vielleicht sogar peinlichsten Dinge miteinander sprechen. Auch das ist eine Form von Liebe, entfesselter Eros, sich tatsächlich sehen und annehmen, mehr noch: danach gieren, in den Anderen einzutauchen, zu teilen. Und doch sublimiert – man nennt es Freundschaft und meint trotzdem nicht immer das selbe damit. Ich mag die Gratwanderung an der Grenze des Körperlichen: Mein bester Freund ist ein schöner Mann; da sind keine Berührungsängste. Mein ältester Freund erinnert mich immer an David Duchovny, sexiest man alive. Er stimuliert mein Gehirn. Sublimierung. Diese eigenartige homoerotische Spannung zwischen heterosexuellen Männern – man nennt es Freundschaft. MissAzur weiß ebenfalls darum: Sie ist eine schöne, äußerst attraktive Frau – ich würde jederzeit meine Lust mit ihr teilen; ich muss es aber nicht. Sublimierung. So wie die Dinge stehen, will ich es auch nicht (das ist natürlich nur halbwahr: der Wolf lauert permanent und macht sich wenig aus Vernunft): Sie ist glücklich mit einem Mann zusammen, den ich zwar noch nicht persönlich kenne, aber jetzt bereits mag – und darüber bin ich sehr froh. Das Leuchten in ihren Augen und die Leichtigkeit, mit der sie den Tag wieder begrüßen kann – es ist einfach richtig so, angemessen (?), verdient. Mein Glaube an die Schönheit in der Welt zehrt von solchen Gegebenheiten. Ansonsten wäre ich – wären wir alle – verloren.

MissAzur hält auf dem Balkon Ausschau, während ich noch eben meine Zähne putzen gehe. MissYoga würde mich jeden Moment mit dem Auto abholen. Ich verspreche noch ein baldiges Update, dann verabschieden wir uns.
Sie ist hübscher, als auf ihrem Profilfoto. Lange blonde Haare, glatte leicht gebräunte Haut. Sie trägt knappe Jeansshorts, die mir den Blick auf ihre langen schlanken Beine erlauben – und was für ein Hintern! Von der Rückbank begrüßt mich ein aufgeregtes Fellbüschel. MissYoga gibt sich sehr lässig. Wir steuern einen kleineren See in den Hügeln oberhalb des Zürisees an. Als wir uns entkleiden, bemerke ich ihre verstohlenen Blicke. Ich halte mich da weniger zurück. Wir schwimmen hinaus und plaudern dabei. So langsam durchschaue ich ihre frechen Sprüche – eine Fassade: sie ist sehr aufgeregt. Das Wasser ist ekelhaft; wir schwimmen praktisch in Entenscheiße… also wieder raus. Sie wollte unbedingt Federball spielen und hatte entsprechend Schläger dabei. Ich fand das zwar wenig reizvoll, aber hatte trotzdem eingewilligt. Also suchen wir einen schattigen Flecken auf und schlagen ein paar Bälle, bis ihr der Arm wehtut. Die Unterhaltung dreht sich um Beziehungen und Sex – sie wird langsam lockerer. Dann beschließen wir, nochmals baden zu gehen, im sauberen Zürisee diesmal. Das Wasser ist sehr flach, wie in einer Badewanne. Wir treiben nebeneinander her, mein Bein berührt ihres. Das muss ein paar Signale ausgesandt haben: „Sooo… nehm ich dich jetzt noch mit nach Hause?“ – „Ich denke schon.“, grinse ich. Gerade einmal 10 Minuten waren wir hier. Sie richtet sich schlagartig auf: „Also los!“

Ihre Mitbewohner sind nicht zu Hause. Sie setzt Kaffee auf, ist sehr nervös und versucht das mit Geschäftigkeit zu cachieren. Ich fange sie ein, ziehe sie an der Hüfte zu mir, sie lächelt, küsse sie sanft. Sie löst sich und läuft weiter durch die Gegend. Ich folge ihr, muss die Initiative ergreifen. Ob ich auch noch duschen wolle? Eine gute Idee – wir gehen also zusammen ins Bad, wo ich ihr beim Entkleiden „helfe“. Sie zittert am ganzen Körper, hat sehr sensible Haut und muss sanft berührt werden. Ich verwöhne sie am Hals und ziehe sie dabei obenrum aus. Ihre Brustwarzen sind komplett zurückgezogen – mit meiner warmen Zunge bringe ich sie schließlich zum Vorschein, knete ihre Brüste leicht, was sie ein wenig aus der Fassung bringt. Ich merke an diesem Punkt bereits, dass wir viel Spaß haben würden… Sie streift schwungvoll meine Badehose ab und lacht mich fröhlich an, als ihr mein bereits harter Schwanz entgegenspringt – ja, ich weiß 😀 Wir steigen in die Dusche, lauwarm, lehne sie gegen die Wand, ein Bein auf die Kante der Badewanne, beginne mit meiner Hand zu kreisen, bevor ich mich hinknie und ihren saftigen Kitzler in den Mund nehme, saugend, kreisend, klopfend – sie dreht halb durch, fällt beinahe um. Das Wasser dämpft zwar mein Gehör, aber ihre Hand an meinem Hinterkopf und ihre zitternden Schenkel verraten mir alles. Nass wie wir sind, verlassen wir das Bad und ziehen direkt auf ihr Bett um, wo ich das Zungenspiel fortsetze. Sie stoppt mich jedoch nach einer Weile: sie kenne mich noch nicht gut genug, um mit mir zu kommen. Stattdessen streift sie mir einen Gummi über. Was folgt, lässt sich am besten als „good old-fashioned fucking“ bezeichnen, wild, heiß, stehend, kniend, sitzend, liegend – wie beweglich sie ist! Und eng! Und Kühlchen zieren ihren knackigen Hintern! Sie lacht: „Dein Schwanz hat genau die richtige Größe.“ „Ach ja?“, denke ich mir und stoße tief in sie hinein – ein überraschter Blick, sie gurrt und lacht, leckt den Schweiß von meiner Brust und schiebt mir ihr Becken entgegen. Eine Genießerin. Bis zur völligen Erschöpfung vögeln wir, das Bett ist nass, zwei Liter Wasser sind bereits getrunken, sacken schwer atmend zusammen. Mal sehen, ob sie jetzt bereit ist… Mit Zunge und zwei Fingern mache ich mich ans Werk, werde fündig. Ihr Rhythmus ist ungewöhnlich, aber ein zartes Stöhnen gibt mir den entscheidenden Hinweis. Ihre Finger krallen sich tief in die Matratze, wellenartiges Zucken durchfährt ihren ganzen Körper – ein langer heiserer Schrei – und mit der seltenen Kraft, die Frauen beim Orgasmus entwickeln, drückt sie meinen Kopf weg, während ihr Unterleib, immer noch auf meine Finger gespießt, auf die Fersen gestützt vor meinem Gesicht wogt. Sie lacht und strahlt und ich freue mich mit ihr, ziehe mich dann langsam aus ihr zurück. Nach einer Weile beginnt sie, meinen Schwanz zu massieren, greift dann zum Gleitmittel. Ich bin dermaßen erledigt, dass ich einfach nur da liege und genieße. Sie macht das wahnsinnig gut – zu gut fast schon: nach kurzer Zeit bin ich nervlich völlig überreizt, alles dreht sich nur noch.
Wir gehen noch mit dem Hund spazieren, dann kuscheln wir uns zusammen ins Bett – zufriedenes Atmen in meinem Arm, ein niedliches Hundchen in meiner Kniekehle – das Leben ist mal wieder gut zu mir 🙂

Nach dem Aufwachen gibt es reichlich Kaffee und Zigaretten auf dem Balkon – und eine herrliche gemeinsame Dusche. Schon wieder verschwinden wir direkt in ihrem Zimmer und machen genau da weiter, wo wir in der Nacht zuvor aufgehört hatten. Diesmal kommt sie viel schneller. Anschließend bitte ich sie, den Handjob der letzten Nacht zu wiederholen. Sie hat sichtlich Freude daran und ist erstaunt, wie offen ich dabei meine Lust zum Ausdruck bringe. Ich muss sagen: Soviel Geschick mit den Händen habe ich selten erlebt! Es dauert ein wenig, ich koste völlig aus. Diesmal findet sie genau den schmalen Grat zwischen Stimulation und Überreizung. Nachdem ich mich fontänenartig erleichtert habe, zucke ich minutenlang vor mich hin, stemme mich gegen Wand und Matratze – eine Welle nach der anderen durchfährt mich, ich lache und weine fast, ein Feuerwerk der Hormone. Denke, es sei vorbei, will meinen Atem beruhigen, da rauscht bereits die nächste an…

Wir spazieren noch gemeinsam mit ihrem Hund ein paar Orte weiter und verabschieden uns an der S-Bahn-Station. „Wenn du mal wieder in der Stadt bist, lass es mich wissen!“ – „Das werde ich.“ Als sie bereits wieder hinter den Bäumen verschwunden ist, ruft sie noch „Und danke!“ – ich habe bereits den nächsten Schatten gefunden.

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