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MissKokosmilch

Als ich vorgestern im Bus zwischen Berlin und Hamburg saß, schrieb mir MissKokosmilch: Ob alles gut sei, was ich so treibe? Unser letztes (zweites) Treffen liegt einige Wochen zurück und sie wird scheinbar etwas ungeduldig – höchste Zeit also, auch diese Geschichten endlich festzuhalten, bevor mir die Ereignisse davonschwimmen!

MissKokosmilch tauchte Anfang April auf C-Date auf. Mittellanges braunes Haar, ein sympathisches Lächeln. Wir kamen kurz und knapp ins Gespräch, ein paar Sätze nur, nicht zuviel Gequatsche (so will sie es) – passt! Wir treffen uns nächste Woche mal, dann sehen wir weiter… Der Termin steht – sie wohnt bei Basel. Handynummern tauschen wir auch schon aus. Etwas erstaunt über diese knappe Direktheit bin ich schon, aber warum auch nicht…

Samstag Nacht, ein paar Tage später: Zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf, dicke Luft, keine Pläne. Aus unseren Unterhaltungen weiß ich, dass sie heute Nacht mit einer Freundin in Basel ist. Ich schreibe ihr, frage mal an, wie ihre Abendgestaltung aussieht. Die beiden sind in einer Bar in der Innenstadt, würden aber bald auseinander gehen – ob ich Lust hätte, auch noch zu kommen? Inzwischen ist es Mitternacht und Bars sind überhaupt nicht mein Fall – trotzdem (oder gerade deshalb) gebe ich mir einen Stoß, sage spontan zu: in einer Stunde wäre ich da. Ihre Freundin ist zwischenzeitlich gegangen, als ich in der Tram sitze – ob ich ernsthaft unterwegs sei? Ja klar 😀

An der Bar bestelle ich ein Bier für sie, Cola für mich, treffe sie dann oben im Raucherbereich. MissKokosmilch ist Anfang 30, relativ groß und schlank, hat ein sehr offenes und ungeniertes Wesen, ohne dabei ordinär zu sein. Die Sympathie stimmt auf Anhieb. Da sitzen wir also, unterhalten uns sehr zwanglos, die üblichen Themen, Leben, Arbeit, Online-Dating… Da die Musik nicht zu aufdringlich und die Bar nicht überfüllt ist, macht mir der Treffpunkt auch nichts aus. Die Zeit vergeht schnell, irgendwann steht der Barkeeper vor uns mit dem Hinweis, wir mögen doch mal gehen, damit er den Laden schließen könne. Ein paar Minuten später finden wir uns auf der Straße wieder: „Soll ich mitkommen?“ – „Ja, gerne!“ 🙂

Die S-Bahn hält nur eine Fußminute von ihrer Haustür entfernt. Ihre Wohnung ist ungewöhnlich groß, geschmackvoll schlicht eingerichtet und sehr ordentlich. Vom Balkon hat man einen tollen Ausblick. Im Wohnzimmer stehend küssen wir uns und ich spüre das erste Mal ihre seidig weiche Haut. Es geht rückwärts ins Schlafzimmer – sie macht sogar das Bett, sauber gefaltete Decken, die Kissen mit der Handkante mittig eingedellt; wie in manchen Hotels 😀 Mitten rein also, das penible Werk wir zerstört! Was weiß ich eigentlich von ihren sexuellen Vorlieben? Nichts… ich bin gespannt, was da zu Tage treten wird… Erstmal von ihrem Oberteil befreit sehe ich ihre wundervolle glatte Haut, die leichte Bräune, Haselnuss, ihr flacher, weicher Bauch. Auf meiner Erkundungstour von den Ohren, über Nacken, Brüste, Nippel, an Bauch und Becken hinab merke ich bereits: Sie ist eher sensibel, mag die sanften, leichten Berührungen. Ihre viel zu komplizierte Hose öffnet sie für mich. Als auch diese letzten Hüllen fallen und sie in den Genussmodus geht, wird mir bereits bewusst, dass ich mich wohl werde bedienen müssen – da ist keine Gier, keine Initiative… Der Kopf bleibt noch lange im Weg: Mit viel Geduld spielt meine Zunge an ihrem Kitzler, doch jedes Mal, wenn ihre Erregung ein bestimmtes Niveau erreicht, scheint etwas zu bremsen. Irgendwie scheint sie aber nicht aufgeben zu wollen – ich feuchte also noch zwei meiner Finger an, fahre damit zusätzlich in sie hinein, die obere Wand entlang, suchend… sehr tief gelegen finde ich die gewünschte Stelle, ihr Becken hebt sich gespannt… und sogar ein leises Stöhnen – sie war vorher so still. Immer diese Zurückhaltung… Sie wippt ihre Hüften im Takt, während meine Finger in ihr spielen und meine Zungespitze mit etwas Unterdruck auf ihrer Klitoris tänzelt. Nächster Versuch: Mein linker Daumen wird angefeuchtet, ich greife unter ihren Hintern, halte sie mit meiner Linken leicht angehoben und lasse den feuchten Daumen ein wenig auf ihrer Rosette streichen – auch das gefällt ihr offenbar! Wie ein unausgesprochenes Angebot fährt meine linke Hand nun etwas tiefer, so dass ich den Daumen nach oben strecken kann – sie nimmt es prompt an, lässt sich darauf sinken, meinen Daumen langsam in ihren Hintereingang gleiten… Ihr Becken kreist rhythmisch, drei meiner Finger in ihr, mein Zungenspiel beschleunigt – dann stoppt sie plötzlich: „Too much?“ Sie lächelt etwas gequält, mein Fragezeichen bleibt, doch ich lege mich neben sie, wo sie sich erstmal ein wenig ankuschelt. Seltsam. Sie nimmt meinen Schwanz in die Hand, knabbert an meinem Ohr, was mich schon immer ziemlich geil macht – aber ihre Hand… so ungeschickt, etwas lieblos… mein Kopf ist jetzt im vollen Gange und ich kämpfe. Mit meiner Hand versuche ich ihr ein Signal zu geben, wie es besser ginge, doch sie versteht es nicht. Ich mag es nicht, beim Sex zuviel zu quatschen… lasse es also bleiben. Das Kondom gibt mir schließlich den Rest – keine Chance. Ich entschuldige mich noch, auch wenn ich weiß, dass ein wenig mehr Elan ihrerseits Wunder gewirkt hätte – falsche Rücksichtnahme vielleicht, aber es gibt ja keinen Grund, an ihrem Selbstbewusstsein zu kratzen. Verlege ich mich eben darauf, ihren Körper weiter zu genießen…

Später stehen wir halbnackt über den Herd gebeugt in der Küche und rauchen in die Dunstabzugshaube – es ist viel zu kalt draußen. Ihr Bett ist wahnsinnig bequem! Sie stellt den Wecker auf 10 – noch vier Stunden… und schon drifte ich weg. Ich erwache irritiert, muss mich erstmal orientieren: mein Körper tut etwas, aber ich sitze nicht am Steuer… oh! Irgendwie sind wir schon wieder zugange, sie sitzt auf mir – da muss ich wohl etwas verpasst haben 😀 Sie bedient sich, reitet auf mir, reibt sich an meiner Erektion… lässt sich schließlich wieder neben mich sinken, wo ich mit der Hand bei ihr fortsetze. Wieder bricht sie nach einer Weile ab und mir ist dämmrig im Kopf – lassen wir das also… das nächste, was ich höre, ist der Wecker.

Wir gehen zusammen unter die Dusche. Ganz gesittet und praktisch. Dann bietet sie mir etwas von ihrer Körperlotion an: Kokosmilchextrakt, importiert aus irgendeinem fernen asiatischen Land – das Geheimnis ihrer extrem weichen Haut ist gelüftet! Trotzdem lehne ich dankend ab; mag mich selbst doch lieber etwas rauer… 😉

Sie würde gleich aufbrechen, also verabschiede ich mich bereits ein paar Minuten früher. In der Bahn merke ich, dass ich trotz allem sehr zufrieden mit der Nacht war – Spontaneität, jemand Neues kennengelernt, einen schönen Körper erkundet und gekostet – und jetzt sitze ich vormittags in der Bahn, die Sonne scheint. Ich möchte sie wohl wieder treffen – beim nächsten Mal werde ich aber fordernder sein…

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7 thoughts on “MissKokosmilch”

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