alte Gedichte

Hereinbrechender Herbst

Der Sommer geht zu Ende,
Ins Zwielicht fließt der Tag.
Ich löse meine Hände,
Weil ich nichts halten mag.

Es sprengt mein Herz die Banden
Und finster graut die Nacht.
Was wir einst in uns fanden,
Ist nicht mehr aufgewacht.

Die Kälte bringt das Sterben,
Die Sterne lächeln fern –
Wir könnten wie sie werden,
Wenn wir so frei nur wär’n.

Mein Streben sei die Nacht allein,
Mein Untergang ein Licht im Norden!
Du bist als totes Bild so rein –
Es ist gerade still geworden.

(September 2005)

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